Werke von Schumann, Beethoven und Mendelssohn standen auf dem Programm eines Konzerts des Cellisten Julian Arp und seines Duopartners Caspar Frantz am Klavier in der Reihe “Young Stars” im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses. Die beiden Nachwuchskünstler zeigten bei ihrem Gastspiel in Bonn eine ebenso ansprechende wie reife Leistung. [...] Das Loten nach den Tiefen des Ausdrucks prägte auch die anderen Werke des Abends, [...]. Der Neigung zum leidenschaftlichen Ausdruck trug das Duo auch mit der Zugabe Rechnung, einem sanften „Largo“ aus Chopins Cellosonate g-Moll.
General Anzeiger, 29.04.08, Konzert Bonn
Etwas Kraftvolles geht von diesen beiden jungen Musikern aus. Sie lassen sich ganz auf die Emotionalität der Musik ein, halten nichts zurück, sie stürmen und drängen oder verzögern in völliger Hingabe und Verschmelzung. Sehr lebendig, sehr sprechend, fein und wach im musikalischen Dialog. [...] Ihr Duospiel vermittelt enorme Sicherheit und Vertrautheit im musikalischen Austausch und in der künsterischen Dynamik [...].
Südwest Presse 29.03.08, Konzert Ulm
[...] Dabei wird bereits nach den ersten Klängen klar: Die beiden Musiker beherrschen nicht nur ihre Instrumente, sondern sind nach mehr als zehn Jahren, in denen sie gemeinsam als Duo auftreten, perfekt aufeinander eingespielt. [...] Mal steht das Cello, ein Instrument von Giuseppe Antonio Rocca, im Vordergrund und entfaltet dank Arps meisterhaftem Spiel auch in den schnellen Läufen wunderbare Klänge, dann wieder setzt Frantz am Flügel spannende Akzente. [...].
Rhein-Zeitung 19.03.08, Konzert Andernach
Atmen ist in der Kammermusik das A und O. Ein erwiderter Blick oder eine leichte Körperbewegung der Spielenden genügen, um gemeinsam in den reibungslosen Spielfluss einzusteigen. Mit welch außergewöhnlicher Verbindung der Spielpartner dies geschehen kann, davon zeugte der Auftritt des Arp-Frantz-Ensembles. [...] unter dem gelösten Spiel ihrer Hände arbeiteten sie die musikalische Architektur der Kompositionen mit ergreifender Leichtigkeit und Spielfreude heraus. [...] Was für ein kammermusikalisches Feuerwerk.
Ostsee-Zeitung 13.03.08, Konzert Stralsund
Die hochgesteckten Erwartungen des Publikums können alle bedient werden. Mit Julian Arp und Caspar Frantz sind hier zwei Musiker, deren schier unglaublich perfektes Zusammenspiel einhergeht mit großer und sensibler musikalischer Gestaltungskraft. [...] Verblassen so manche Tastenlöwen und Cellosternchen nach einigen wenigen Konzertjahren, so steht diesen beiden Künstlern noch der bessere Teil ihrer Karriere bevor. [...] Die große musikalische Reife des Duos zeigt sich vor allem darin, dass sie den je eignen Charakter der Kompositionen zu Wort kommen lassen. [...].
Neue Osnabrücker Zeitung 11.03.08, Konzert Bramsche
[...] Dass Arp und Frantz bestens miteinander harmonieren, zeigten bereits die “Fünf Stücke im Volkston” von Robert Schumann. Deren schlichten Charakter wusste das Duo gekonnt einzufangen, ehe Chopins “Introduction et Polonaise brillante” ein eindrucksvolles Zeugnis für die Fingerfertigkeit der beiden Solisten ablegte. Im zweiten Teil des Abends ging es mit Kompositionen von Manuel de Falla und Astor Piazzolla in südlichere Gefilde, was besonders dem Temperament des Cellisten entgegenkam, der seinen Part voll auskostete. [...].
Münchner Merkur, 15.02.08 Konzert München
[...] Sie stehen noch am Anfang ihres Musikerlebens und doch sind der 27-jährige Cellist Julian Arp und sein gleichaltriger Pianist Caspar Frantz schon heute nicht nur ein perfekt aufeinander abgestimmtes Duo, sondern beweisen eine unglaubliche technische und musikalische Reife. [...].
Rheinische Post 12.02.08, Konzert Rheinberg
Das Duo Julian Arp (Violoncello) und Caspar Frantz (Klavier), setzte mit Werken der drei Komponisten in der Stadthalle Zeichen. Schwung, Heiterkeit und Dynamik wechselten mit gehaltvoller Lyrik und tiefgreifender Schwermut. [...].
Westdeutsche Allgemeine WAZ 12.02.08, Konzert Rheinberg
[...] Voller Energie und mit leidenschaftlichem Feuer musizierten die Interpreten. Der Cellist entwickelte hier einen unglaublich kraftvollen Ton, und das bei einem so vorwärtsweisenden Tempo. Frantz verstand es ausgezeichnet am Klavier, sich auf seinen Partner einzustellen. [...] Dem die klangliche Bandbreite voll auskostenden Cellisten stand ein kraftvoll, den Nuancenreichtum des Flügels überirdisch anmutend sprechen lassender Pianist zur Seite. [...].
Donaukurier 22.01.08, Konzert Eichstätt
[...] Was auf einer CD überzeugt, muss “live” ja nicht zwangsläufig genauso funktionieren. Aber der Cellist Julian Arp und der Pianist Caspar Frantz übertrugen ihr auf Tönträger (beim Label Genuin) dokumentiertes, hochgradig sensibles Duo-Spiel am Freitag scheinbar mühelos in die so viel gefahrenvollere Konzertsituation: In der Reihe Podium der Jungen – Meisterklasse, [...] begeisterten sie das zahlreich erschienene Publikum. [...] Julian Arp schien die eigenen Sinne tatsächlich irgendwo im nächtlichen Spanien zu haben, als er Manuel de Fallas Suite Populaire Espagnol auf seinem italienischen Streichinstrument auswendig zirpen, schnalzen, klagen und tänzeln ließ. Caspar Frantz bettete die flanierenden Töne des eigentlich nie vordergründig geschönt oder gar protzig aufspielenden Kollegen schmeichelnd auf Tasten-Seide, gab ihnen aber auch rhythmisch profilierte Denkanstöße. Hat man die oft plump folkloristisch aufgeplusterte Musik de Fallas je so subtil atmosphärisch gehört – als Parallelklang der zu Beginn hingetuschten Debussy-Sonate oder des als Zugabe raunend nacherzählten Janácek-Märchens?
Ähnlich perfekt abgemischt erschien die heikle Balance zwischen hitziger Virtuosität, Tango-Nostalgie und modernistischer Coolness, die Astor Piazolla in seinem Grand Tango fordert. [...].
Kieler Nachrichten 03.12.07, Konzert Kiel
[...] Julian Arp und Caspar Frantz spielten [...] mit bedingungsloser Hingabe. [...] Das Duo spielte äußerst lebendig, farbig, mit intensivem Nachdruck und exponierte durchweg plastisch die musikalischen Charaktere. Nebenbei (oder gar nicht so nebenbei): diesmal durfte mit vollem Recht von einem Duo die Rede sein statt von zwei zufällig gemeinsam konzertierenden Instrumentalisten. Die beiden Musiker sind optimal aufeinander eingespielt und übernahmen stets flexibel, mit kammermusikalischer Sensibilität die gegenseitigen gestalterischen Impulse. Andererseits agierten sie auch überaus stilvoll und kultiviert, demonstrierten souveränen Überblick über die kompositorischen Vorgänge. [...] Julian Arp ist heute schon ein Sensibilissimus des sanglichen, bis in die höchsten Lagen ausgeglichenen Cellotons, mit einem mehr als beeindruckenden Reichtum der Nuanacen und der Farbenskala.
Und nicht zuletzt: [...] waren diesmal Virtuosen am Werk, die besonders bei Chopin, de Falla und Piazolla ein brillantes instrumentales Feuerwerk veranstalteten.
Die Rheinpfalz, Mannheimer Morgen, Leo, Ludwigshafener Wochenblatt, Neue Lu 19.11.07, Konzert Ludwigshafen
[...] Klassikmusiker als Sympathieträger ohne unnahbares Gehabe – toll, wenn das als altbacken geltende Genre so präsentiert wird. Genauso frisch war das Spiel der vielfach ausgezeichneten Mittzwanziger, die schon seit zehn Jahren gemeinsam auftreten. Höchst temperamentvoll, zupackend, dabei stets souverän kontrolliert bot das Berliner Duo Folkloristisches des spanischen Komponisten Manuel de Falla (“Das maurische Tuch”, “Polo” und in der Zugabe “Jota”), die Cellosonate von Claude Debussy und einen Tango von Astor Piazolla.
Dass man mit Cello und Klavier einen richtigen Groove und spektakuläre Klangeffekte erzielen kann, war so eine weitere Botschaft des Gesprächskonzerts, [...].
Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) 17.11.07, Konzert Kassel